%0 Journal Article %A Meurer-Bongardt, Judith %T Ambivalente Verflechtungen: Pferd-Mensch-Begegnungen in Benedikt Erlingssons Spielfilm "Hross í oss" (2013) %D 2024 %@ 2171-9594 %U http://hdl.handle.net/10017/64458 %X Seit über einem Jahrtausend nehmen Islandpferden eine Position zwischen (halb)wildem Tier, Nutztier und Gefährt*innenspezies ein. Diesen ambivalenten Verflechtungen geht der Spielfilm “Hross í oss” (2013) des Regisseurs Benedikt Erlingsson nach. Ich zeige in meinem Beitrag, dass Erlingssons Formen der Visualisierung mit der Kommunikationsweise von Pferden korrespondieren. So gelingt es ihm, Pferden nicht nur innerhalb der diegetischen Welt eine aktive Rolle zuzuweisen, sondern die Erzählstrukturen des Films an ihnen auszurichten. Pferden kommt alleine durch die Praxis des Reitens oft die Funktion einer Metapher für menschliche Konflikte zu. Dabei besteht die Gefahr, die Existenz von Pferden auf fremdbestimmte Herrschaftspraktiken zu reduzieren. Inspiriert von Donna Haraways “Manifest für Gefährten”, Josephine Donovans Ausführungen zu einem “interspecies dialogue” und Ann-Sofie Lönngrens Arbeitenzu Tieren in der Literatur begegne ich dieser Problematik, indem ich fürsorglich lese. Meine Analyse der artübergreifenden Kommunikation unter Berücksichtigung filmnarratologischer Elemente zeigt Pferd-Mensch-Begegnungen in einem anderen Licht, jenseits von romantisierenden Symbiosen und der Reproduktion von Unterdrückungsnarrativen. %K Tierethik %K Ecocriticism %K Artübergreifende Kommunikation %K Filmnarratologie %K Pferde %K Island %K Animal ethics %K Ecocriticism %K Interspecies communication %K Film narratology %K Horses %K Iceland %K Ética animal %K Ecocritica %K Comunicación interespecies %K Narratología cinematográfica %K Caballos %K Islandia %K Literatura %K Literature %K Medio ambiente %K Environmental science %~ Biblioteca Universidad de Alcala